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Ausstellungen
Manfred Sieloff  ++  2013 Kolonie im Haag

 

Hoch soll er leben!

zwei

Paul Klee inspirierte mich für dieses Objekt. Gern spiele ich mit den letzten Dingen ein unwissend Spiel, eine Bauplatte, vier Rohre, vier Ornamente, ein Betonfisch und vier Fotos „Lochkamera Holger Jarosch“. Will mit meinen Arbeiten die Dinge im Kopf festhalten, ihnen Materialität verschaffen. Sie buchstäblich zusammenschweißen, in Beton gießen oder verschrauben.
Die Sehnsucht nach einer Formensprache, die es mir erlaubt Grenzen zu überwinden und Formen schafft, die den Betrachter direkt ansprechen.
Der Fisch steht für den Ursprung des Lebens und so stelle ich ihn als Skulptur oben auf den Raum. Fische mit Rädern, auf Sockeln oder Stangen. Sie stehen für die Suche und den Drang des Menschen nach Mobilität, aber auch für seine Immobilität, seiner Angst vor Erfahrungen mit sich selbst.
Es bleibt ein Experimentiert im Umgang mit dem Material, mit der Oberflächengestaltung und der Inszenierung. Der Symbolcharakter des Fisches in der Kulturgeschichte des Abendlandes und seine zentrale Rolle für die Christen wird mit persönlichen Erinnerungen verwoben.
Die Unterseite der Arbeit versteht sich als lyrisches Zitat zum Mütterchen Fisch, auf dem Foto liegt der Fisch tot auf der Wiese und der Sensenmann steht davor und schreit: 

Mütterchen Sag Mütterchen
Was liegst du so da, die Augen so trocken?
Soll ich dich schlachten? Liegst so im Gras, da kann
einem Angst werden schwimm weiter – du sagtest du willst noch in die Stadt, was einholen; kaufen!
Was denn nun, du musst dich schon entscheiden
und lieg nicht da so rum bitte sag was Mütterchen.

            

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